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© TSV Olympia Eisenbach, 2018

Die Chronik

 

Es war am 17. April des Jahres 1920, zur Zeit der wahrscheinlich namengebenden VII Olympischen Spielen in Antwerpen als sich 16 sport- und turnbegeisterte Eisenbacher zum TSV Olympia Eisenbach zusammenschlossen. Zum ersten Vorsitzenden wählten die Sportler Konstantin Zahn.


Zu den Fußball- und Turnpionieren zählen, neben dem Gründungsvorsitzenden Konstantin Zahn, die Männer Leonhard Elbert, Leopold Becker, Karl Berninger, Wilhelm Schnabel, Karl Faust, Josef Herrschaft, Heinrich Weis, Heinrich Zahn, Josef Marquart, Adam Höreth, Johannes Ball I, Johannes Babylon, Georg Wolf, Karl Wolf und Josef Andres.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Großereignisse der Jahre 1921 bis 1925 waren die alljährlichen Turnerspiele in Eisenbach, kurz die „Olympia-Spiele„ genannt. Als Turnwiese diente damals der Platz an dem heute das Feuerwehrhaus steht. Die Fußballer nahmen erstmals 1922/23 an einer Verbandsrunde teil und schlossen prompt mit einem erfreulichen 2. Platz ab.
Nur scheinbar erfolgreich war das Jahr 1923 in finanzieller Hinsicht. Kassier Elbert konnte damals seine Buchhaltung mit einem sagenhaften Überschuss in Höhe von 32,5 Millionen Mark abschließen. Leider war das Geld wegen der horrenden Inflation zu dieser Zeit kaum mehr wert als das Papier, auf dem es gedruckt war.

 

Von 1926 bis 1929 ruhte der Fußballsport, da man über keinen geeigneten Sportplatz verfügte. Die Lösung der Sportplatzfrage bot sich bereits 1928 an, als ein entsprechendes Gelände, das sogenannte Freiburger Feld an der heutigen B 426, zum Verkauf stand. Der Verkauf wurde von einem Großherzog durchgeführt. Der Verein beauftragte damals den königlichen Ökonomierat Knecht die Verhandlungen zum Kauf zu führen. Das Geschäft wurde schnell unter Dach und Fach gebracht. Der Kauf wurde für den damals beachtlichen Betrag von 4.475.-- Mark im Notariat Neustadt beurkundet.

 

Finanziert wurde der Kauf mit einem Darlehen des Bankhauses Büchold in Obernburg. Leider ging das Bankhaus kurze Zeit später bankrott. Als neuer Darlehensgeber trat nun die Löwenbrauerei in Mömlingen auf, die ebenfalls kurze Zeit später der „Pleite“ zum Opfer fiel. Der Kreditbetrag wurde daraufhin mit privaten zinslosen Darlehen aufgebracht. Entlang der Bezirksstraße am neuen Sportplatz standen 12 bis 15 Apfelbäume. Die Äpfel wurden beim Kronenwirt gekeltert. An Sonntagen wurden Apfelweinfeste veranstaltet um die privaten Schulden abzutragen.


Als erstes glanzvolles Fest feierte der Verein die Übergabe des neuen Sportplatzes und die Fahnenweihe 1929. Elise Ball war die erste Fahnenpatin, zum Patenverein wurde am 16.03.1929 die Turngesellschaft Obernburg gewählt.

 


 

 

 

 

 

 

Die 30er und 40er Jahre


Das 10-jährige Bestehen der Olympia wurde am 10. August 1930 unter Beteiligung der Ortsvereine gefeiert; die sportlichen Höhepunkte des Festes waren Fußball- und Handballspiele. Der Verein hatte damals bereits 110 Mitglieder. Die Turnabende waren, so ist dem Bericht des damaligen Turnwarts Leonhard Elbert zu entnehmen, gut besucht; auch für die Fußballer war es damals eine Verpflichtung, an den Turnabenden teilzunehmen, um bei der Mannschaftsaufstellung berücksichtigt zu werden. So bequem wie heute hatten es die Ballkünstler damals nicht: bei vielen Auswärtsspielen erfolgte die Anreise zu Fuß, manchmal mit dem Leiterwagen oder der Eisenbahn. Auch wurden die Trikots damals nicht vom Verein gestellt, sondern mussten von jedem Spieler selbst beschafft werden.

 

Die Eintragung in das Vereinsregister und der Beitritt zum Süddeutschen Fußballverband erfolgte 1931.
1933 wurde nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten auch unser Verein „gleichgeschaltet“. Die bisherige Vorstandschaft wurde per Gesetz beurlaubt. Da aufgrund der politischen Verhältnisse die Feste, die zur Finanzierung des Sportplatzbaues veranstaltet wurden, nicht mehr erlaubt waren, konnte der Verein den Sportplatz nicht mehr halten. Für die Restschuld von ca. 2.300.-- Mark wurde der Sportplatz an die Gemeinde, unter folgender Auflage verkauft: „Der Verein benutzt den Sportplatz in voller Größe und Ausmaß voll und ganz und zu jeder Zeit“.


In den 30er Jahren errang die Fußballmannschaft beachtliche Siege. Besonders erfolgreich waren die Fußballer im olympischen Jahr 1936 z. B. nach vier zweiten Plätzen in den Vorjahren, konnte 1936 die Meisterschaft in der Gauklasse Miltenberg errungen werden.


Im Jahre 1938 wurde auf dem im Gemeindebesitz befindlichen Gelände im Wiesental mit dem Bau einer Turnhalle begonnen. Später wurde die Halle (heute unser Sportheim) im Rohbau an die Gemeinde verkauft, die sie während des Krieges zur Unterbringung von französischen und russischen Kriegsgefangenen nutzte.

In den Kriegsjahren ruhte, wie auch in vielen anderen Vereinen unseres Heimatgebietes, der Fußballsport. Dass bereits 1946 in Eisenbach wieder Fußball gespielt werden konnte, war der besondere Verdienst von Ludwig Kämmerer und Albert Roth. Die Olympia hatte allerdings der Verlust vieler aktiver Fußballer zu beklagen, die nicht mehr aus dem Kriege zurückgekehrt waren. Im Jahre 1948 konnte die erste Jugendmeisterschaft gefeiert werden.


Einer engagierten Jugendarbeit war es zu verdanken, dass das Vereinsleben in der Folgezeit neu erwachte. So hatte unser Verein im Jahr 1947 bereits 170 Mitglieder, darunter 100 Jugendliche unter 18 Jahren. Sehr aktiv war zu jener Zeit die Turnabteilung, die unter der Führung des Oberturnwartes Lorenz Bieber stand. 1949 gelang es der Vorstandschaft die, nach wie vor, nicht vollendete Turnhalle wieder in Vereinsbesitz zu bringen.
 

Die 50er und 60er Jahre


1950 wurde das 30-jährige Bestehen mit verschiedenen Veranstaltungen, über das ganze Jahr verteilt gebührend gefeiert. Der Auftakt bildete am 15. Januar 1950 die Meisterschaftsfeier der 1. Fußballmannschaft, gefolgt von einem Maskenball am 22. Januar. Ein Faustballturnier mit neun Mannschaften wurde im Juni ausgetragen. Das 30-jährige Stiftungsfest wurde vom 29. bis 31. Juli 1950 gefeiert. Die damals sehr beliebten Jubiläumsspiele wurden am 06.08.1950, durchgeführt.


 

 

 

 

 

 

Zur rechten Zeit entschloss sich die Vorstandschaft unseres Vereins im Jahr 1958 unter Vorsitz des 1. Vorsitzenden (später Ehrenvorsitzender) und Bürgermeisters Karl Berninger den an der Hauptverkehrsstraße (B 426) gelegenen Sportplatz aufzugeben und auf den „Pfarräckern“ im Wiesental, neben der Turnhalle, eine neue Sportstätte zu schaffen. Mit der Gemeinde wurde der Tausch der beiden Gelände vereinbart. Der alte Sportplatz entsprach einerseits nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemäßen Sportbetriebes, andererseits waren die Gefahren auf dem Weg zum Sportplatz zu groß.


Initiator dieser Baumaßnahme unter dem 1. Vorsitzenden Karl Berninger war Toni Muschik, der als Vorsitzender des Bauausschusses die technische Leitung sehr engagiert betrieb. Wer das hügelige Gelände, durchzogen mit einem Flutgraben kannte, weiß welche enorme Leistung die damalige Vereinsführung mit ihren Mitgliedern vollbrachten. Der zwei Meter breite Flutgraben, quer durch das Gelände musste mit ca. 2000 m³ Boden aufgefüllt werden. Insgesamt war eine Erdbewegung von rund 4000 m³ angefallen. Das Spielfeld erhielt ein Ausmaß von 100 x 70 Meter und wurde nach modernen Gesichtspunkten dachförmig angelegt. Leichtathletikanlagen wurden ebenfalls geschaffen.


Knapp drei Jahre nach Beschlussfassung wurde in nur einer einjährigen Bauzeit der Sportplatz fertig gestellt und 1961 von Pfarrer Sikora eingeweiht. Der neue Rasen war natürlich ein Ansporn für unsere Fußballer wieder eine Meisterschaft nach Eisenbach zu holen. Nach 26 Jahren war es in der Spielsaison 1961/62 endlich soweit.


Im Herbst 1966 beschloss die Vorstandschaft unter dem Vorsitz von Hans Boll, die alten Baulichkeiten neben der Turnhalle abzureißen und stattdessen ein Gebäude mit Umkleide- und Duschräumen zu errichten. Gleichzeitig wurde die alte Turnhalle renoviert und mit einer Schiebetüre mit einem Jugendraum verbunden.


Im April 1967 begann man nach den Plänen von Robert Rücker mit den Baumaßnahmen unter der Bauleitung von Willi Becker und Rudolf Becker. In über 4000 Arbeitsstunden wurde das Vorhaben umgesetzt. Die Turnhalle wurde mit neuen Geräten ausgestattet. Am 24. Juni 1968 konnte Pfarrer Sikora die neuen Räume segnen. Bereits 1967, begann die Bewirtschaftung in den neuen Räumen. 43 Jahre lang wurde der Wirtschaftsbetrieb ehrenamtlich durch unsere Mitglieder durchgeführt. Mit rund 10 Dienstgruppen wurden die Sportler und Gäste am Mittwoch, Freitag und Sonntag bewirtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der sportliche und gesellschaftliche Aufschwung setzte sich Ende der 60er Jahre mit der Gründung einer Damen-Gymnastikgruppe unter Leitung von Frau Keilholz und einer Herren-Gymnastikgruppe unter der Leitung von Eduard Faust fort. Durch die erfolgreiche Arbeit im Jugend-Fußballbereich ließ auch die nächste Meisterschaft der 1. Mannschaft nicht lange auf sich warten. In der Saison 1969/70 gelang der von Horst Jakob betreuten Mannschaft die Meisterschaft in der B-Klasse und damit der Aufstieg in die A-Klasse.
 

Die 70er und 80er Jahre


Tischtennis wurde bereits ab 1949 in Eisenbach gespielt. Anfang der 50er Jahre nahm man aber nicht mehr am aktiven Spielbetrieb teil. Am 25. Mai 1975 wurde die Tischtennis-Abteilung wieder neu gegründet. Unter dem 1. Abteilungsleiter Jürgen Giegerich wurde für die Saison 1975/76 eine Mannschaft im aktiven Spielbetrieb angemeldet. Die Tischtennis-Abteilung hat in den 45 zurückliegenden Jahren eine sehr erfolgreiche Entwicklung genommen und zählt seit Jahren zu den Aktivposten der Olympia.

Die Entwicklung im Fußball, vor allem im Jugendbereich, veranlasste die Vorstandschaft unter dem 1. Vorsitzenden Wolfgang Zöller im Jahre 1975, eines zweiten Sportplatzes zu bauen. Mit dem Eigentümer, dem Bischöflichem
Ordinariats in Würzburg, wurde für das Gelände neben dem Kindergarten ein Pachtvertrag abgeschlossen. 1979 wurde mit dem Bau begonnen. Bei den Bodenbewegungen und beim Planieren der Fläche waren Soldaten der US–Army eine große Hilfe. In über 2000 freiwilligen Arbeitsstunden verlegten Vereinsmitglieder Drainagerohre und brachten Sand und Kies zur Bodenverbesserung auf. Anschließend wurde der Sportplatz eingesät und eine 24000 Watt starke Fluchtlichtanlage installiert. Die neue Sportfläche wurde dann im Jahr 1983 von Pfarrer Wendelin Lieb eingeweiht.


Im Jahre 1980 konnte sich die Olympia-Turnabteilung über ‚Nachwuchs‘ freuen: mit der Damen-Leistungsgruppe wurde das Angebot unseres Vereins nochmals erweitert. Nach der Errichtung des Trainings- und Ausweichplatzes wurde bereits 1984 mit der Planung zur Verbesserung des Hauptplatzes an der Wiesentalstraße begonnen. Die Vorstandschaft entschied sich für die Verlegung eines Rollrasens um den Platz schnellstmöglich wieder nutzen zu können. Mehrere tausend Kubikmeter Auffüllmaterial wurden unter großer Anteilnahme aller Abteilungen eingearbeitet. Die Drainagen wurden erneuert und das Dachprofil des Platzes verbessert. Bereits im Sommer konnte mit der Verlegung des Rollrasens begonnen werden.


Anlässlich des 65-jährigen Bestehens unseres Vereins wurde der neue Sportplatz am 20. Juni 1985 mit einem Festgottesdienst und der Segnung einer neuen Fahne seiner Bestimmung übergeben.

1988 begann der Neubau unseres Sportheimes. Der Neubau war nötig, weil das alte Heim mit seiner miserablen Bausubstanz kein festes Fundament hatte und obendrein viel zu klein war. Nach Abriss der alten Turnhalle wurde an dem bestehenden Baukörper ein erweiterter und komplett neuer Gaststättenraum, Jugendraum, sowie zeitgemäße sanitäre Einrichtungen angebaut. Der Um- und Erweiterungsbau wurde nach den Plänen des Architekten Eckhard Rothenbücher so konzipiert, dass er sich harmonisch an den alten Sportheimtrakt anfügt. Geschaffen wurden 1800 cbm umbauter Raum mit einer Nutzfläche von 234 qm. Mit dem Neubau wurde auch die Küche des alten Sportheimes renoviert und erweitert. Im Dachgeschoß wurde ein geräumiger Tischtennisübungsraum ausgebaut.

 

 

Die 90er und 00er Jahre


Im November 1991 wurde Richtfest gefeiert. Im „Rapportbuch“ des 1. Vorsitzenden Günther Giegerich waren rund 80 Helfer verzeichnet, die insgesamt ca. 6000 freiwillige Arbeitsstunden unentgeltlich eingebracht hatten. Besonders ist die Leistung des Bauleiters Waldemar Giegerich hervorzuheben. Die fleißigsten Helfer, Heinz Babilon, Hans Kohling, Günter Zahn und Waldemar Giegerich wurden in einer Feierstunde gewürdigt.


Die Einweihung wurde am 29. August 1992 nach fast 2-jähriger Bauzeit durch den Geistlichen Rat Herrn Pfarrer Franz Sikora vorgenommen, der treffend feststellte: dass die Olympia stolz auf das schönste Sportheim weit und breit sein könne.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als „Weiterentwicklung“ des ab 1985 durchgeführten Elfmeterschießens der Vereinsvorsitzenden wurden ab 1991 im Rahmen der Fußball-Ortsmeisterschaft erstmals die „Olympia-Spiele“ ausgerichtet. Dabei kämpften die Eisenbacher Vereinsvorsitzenden in fünf heiteren Sportspielen um den Sieg, in denen sie ihre Ausdauer und Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten. Diese „Olympischen Spiele“ fanden ein starke Zuschauerresonanz.


Im April 1995 fand in der Sport- und Kulturhalle ein Mammut-Ehrenabend aus Anlass des 75-jährigen Bestehens unseres TSV Olympia Eisenbach statt, wo über 100 Mitglieder ausgezeichnet wurden. Wolfgang Zöller, der 18 Jahre den Verein leitete, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der Ehrenabend stand unter dem Motto: „Der Verein stellt sich vor“. Unsere Mitglieder aus den einzelnen Abteilungen bewiesen, wie kreativ sie sein können. Wunderbare Ideen wurden eingebracht. Mit Sketchen, Tänzen, Turnen, Gesang und sogar mit einem Boxkampf erlebten die Besucher einen kurzweiligen Abend. Im Foyer der Sport- und Kulturhalle, wurde außerdem eine umfangreiche Bilderausstellung präsentiert.


Im Juni 1998 startete unser erstes Fußballjuniorenturnier. Es entwickelte sich rasant weiter und ist aufgrund des starken Engagements der Jugendabteilung unter Leitung von Ralf Jakob mittlerweile eines der größten Jugendturniere im Landkreis Miltenberg.


Im November 2000 fand ein Ehrungsmarathon anlässlich unseres 80-jährigen Vereinsbestehen in der Sport- und Kulturhalle statt. Im Mittelpunkt stand die Würdigung verdienter Mitglieder. Denn das Ehrenamt ist das Herz der Vereinsarbeit. Obwohl das Ehrenamt nicht gerade trendy ist, hatten wir allen Grund dankbar zu sein, dass sich so zahlreiche Mitglieder in den Dienst des Sportes stellten. Zu einem humorvollen Streifzug durch die Geschichte des Vereins luden Konrad Weis und Günther Giegerich ein. 1980 war jeder dritte Eisenbacher Mitglied im Verein.

 

Die Weihnachtsfeier des Vereins, bereichert mit einer großen Tombola, die bisher am 2. Weihnachtsfeiertag im Sportheim und später in der Sport- und Kulturhalle stattfand, wurden 2008 erstmals durch einen Weihnachtsmarkt ersetzt. Am vierten Adventswochenende fand der erste Weihnachtsmarkt am und im Sportheim statt. Die Bevölkerung honorierte die Bemühungen unserer Helfer unter der Leitung von Rüdiger Weinreich, die bereits Tage vorher mit vielen Arbeitsstunden die Vorbereitungen trafen. So wurden ca. 15 bis 20 Verkaufsständeaufgebaut. Der erste Weihnachtsmarkt war ein voller Erfolg.

 


Die 10er Jahre


Am 23. März 2010 wurde von den Vereinen TSV Olympia Eisenbach und Viktoria Mömlingen die Jugendfußballgemeinschaft (JFG) Mömlingtal gegründet. Mit dieser Maßnahme trug man der Tatsache Rechnung, dass die Stammvereine Probleme hatten spielstarke Mannschaften im Jugendbereich zu stellen, da die Geburtenraten rückläufig waren und die Interessen der Jugendlichen sich veränderten. 100 Jugendliche sind in der U 13 bis U 19 aktiv. Im Moment spielen alle Jugendmannschaften der JFG in der Kreisliga.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2010 wurde das jüngste Kind des TSV Olympia „geboren“: Initiiert von sechs Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren wurde die Mountainbike-Abteilung gegründet. In eigener Regie und Verantwortung bauten die jungen Leute mit einem vorbildlichen Arbeitseinsatz über Monate hinweg unermüdlich mehrere Downhill-Strecken hinter dem Sportheim, die auch laufend in Stand gehalten werden müssen. Die Strecken finden in der Downhill-Szene in der Region große Beachtung.


Im gleichen Jahr wurde das 90-jährige Bestehen des TSV Olympia gebührend gefeiert. In einer Feierstunde dankte der 1. Vorsitzende Simon Giegerich allen Mitgliedern, die den Verein TSV Olympia in der Vergangenheit unterstützen und heute noch unterstützen. Er ermunterte alle weiterzumachen und dazu beizutragen, dass der Verein auch weiterhin erfolgreich bleibt. Nur durch das Engagement seiner Mitglieder wird der Verein auch in den kommenden Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Eisenbach bleiben.


Als der ehemalige bayerische Ministerpräsident anlässlich seines Besuches bei der Fa. Reis Robotics Edmund Stoiber mit dem Hubschrauber auf unserem Nebenplatz landete, fragte er beim Aussteigen ungläubig: Wer kann denn auf diesem Acker Fußball spielen? Recht hatte er, denn der Trainingsplatz war in die Jahre gekommen. Ein geordneter Trainingsbetrieb, geschweige denn ein Verbandsspiel, war nicht möglich.

 

Die Herausforderung war es nun, einen Sportplatz zu bauen, der weitgehend ganzjährig für den Sportbetrieb zur Verfügung steht. Der von uns favorisierter Hybridplatz scheiterte am Veto des BLSV in München. Deshalb wurde ein Rasenplatz mit verstärkter Mittelachse, sprich Hybridanteil gebaut. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 470.000.--Euro. Das Projekt konnte nur mit tatkräftiger Unterstützung der Stadt verwirklicht werden, die uns einen Zuschuss von 273.700.--Euro gewährte. Wir konnten uns auch über sehr viele Sponsoren freuen, die auf einer Spendentafel am Sportplatz aufgelistet sind.


Bei 50 Arbeitseinsätzen wurden ca. 2500 Arbeitsstunden von unseren Mitgliedern erbracht. Federführend und Initiator für den Sportplatzbau war der 2. Vorsitzender Alexander Stürmer. Im gleichen Zeitraum wurde am Sportheim eine Asphaltstockbahn mit Flutlicht und eine Soccer-Arena errichtet. Am 2. Juli 2017 wurde der Sportplatz von Diakon Martin Höfer eingeweiht.

Günther Giegerich, Dezember 2019